Schwäbisch in der Schule

 

Am Montag, den 21.1.2019 besuchte der Mundartexperte Wulf Wager die dritte Klasse unserer Grundschule. Die Schwäbische Singstunde fand ihm Rahmen der Unterrichtseinheit „Unsere Heimat“ statt. Zwei Schulstunden lang wurde viel gelacht, getanzt und schwäbisch „g´schwätzt“. Doch bevor es richtig losgehen konnte, wärmten die Kinder ihre Stimme auf, indem sie Windrädchen bliesen, einen Bienenschwarm zum Leben erweckten und Kirchenglocken zum Klingen brachten. Darauf stimmte Wulf Wager das schwäbische Volkslied „Widele Wedele“ an, was bereits einigen Kindern bekannt war. Bald sangen und schunkelten alle mit. Nun holte Herr Wager seine Harmonika heraus und es durfte zum Lied getanzt werden. Vorher allerdings musste der Tanzpartner höflich zum Tanz aufgefordert werden, natürlich auf schwäbisch. Die Antwort darauf lautete: “A Tänzle in Ehra, kann koiner verwehra.“ Zu „Drei Paar liadrige Strempf“ und „Wo isch denn mein Schätzle blieba?“ tanzten die Kinder ausgelassen durch den Raum. Dabei war aber auch Konzentration gefragt, um sich die Tanzschritte und die rhythmische Klatschbegleitung zu merken. Beim Kettenlied „Oh du schönes Gartehaus“ rauchten die Köpfe, denn es galt, lustig klingende Begriffe wie „Schwartamage“, „Büttelschell“ oder „Lichtbutzscher“ in der richtigen Reihenfolge aneinanderzureihen. Nach zwei Schulstunden voller Tanz und Gesang gingen den Kindern die schwäbischen Wörter schon ganz leicht über die Lippen. Bei so viel Bewegung und Spaß verging die Zeit wie im Flug.